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Zweck der Organisation

Geschichte der Organisation


Shobha mit ihren Kindern

NMG wurde im Februar 2000 aus einem Notfall heraus gegründet. Die Gründerin, Shobha Rai, arbeitete zu dieser Zeit als Volontärin in einer Kinderorganisation, in welcher Kinder unter katastrophalen Umständen leben mussten: Sie mussten ohne Matratzen auf dem Boden schlafen, waren unterernährt und Opfer von sexuellen Übergriffen des Personals. Dank des mutigen Einsatzes von Shobha Rai wurde der Direktor der Organisation verhaftet und das Kinderheim geschlossen. Einige der Kinder wurden auf andere Organisationen verteilt, doch für die 3 körperlich behinderten Kinder Kanchi, Khabita und Ganesh, gab es nirgends Platz. Angesichts der Ausweglosigkeit dieser Kinder entschloss sich Shobha, ihnen selbst ein neues Zuhause zu schaffen: Nepal Matri Griha.

NMG heute




Bild oben: Die neue Sozialschule von Nepal Matri Griha, welche am 17. Januar 2006 feierlich eröffnet wurde.

Bild mitte: Die Kinder nehmen mit Begeisterung und eifrig am Unterricht teil.

Bild unten: Dank der angebotenen Therapie macht dieser Junge fast tagtäglich Fortschritte.

Mittlerweile ist aus NMG ein Kinderheim mit 18 Kindern geworden. Die Kinder leben wie in einer grossen Familie zusammen. Shobha - die Kleineren nennen sie „Mami“ – ist rund um die Uhr für sie da. Sämtliche Kinder gehen zur Schule. Ganesh und Khabita waren bereits nach einem Jahr Klassenbeste. Rund um das Kinderheim hat es unzählige Strassenkinder, welche die Organisation ab und zu besuchen, um sich ein wenig essen zu erbetteln. „Was passiert mit den Kindern, wenn sie gross sind?“ Diese Frage stellte sich Shobha Rai tagtäglich. Rund 2/3 der nepalesischen Bevölkerung kann weder Lesen noch Schreiben und die Kinder haben keinerlei Möglichkeiten, eine Schulbildung zu erlangen. Aus diesem Umstand heraus rief Shobha Alphabetisierungskurse ins Leben, welche sie in einem dunklen Raum des Kinderheims abhielt. Um die Kinder für den Schulunterricht zu gewinnen und auch deren Eltern zu überzeugen, auf die Zusatzeinnahmen, welche das Betteln den Familien eingebracht hatte, zu verzichten, erhielten die Kinder in der Mittagspause eine kleine Mahlzeit. Mittlerweile ist die Schule auf 240 Kinder angewachsen und mit diesen Strukturen nicht mehr zu bewältigen. Deshalb wurde eine Integrative Sozialschule für 325 Strassenkinder errichtet, welche den Kindern einen Schulabschluss ermöglicht. Die Schule und das neue Therapiezentrum wurden am 17. Januar 2006 eröffnet.

Aus dem Umstand heraus, dass behinderte Kinder in Nepal keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben und dass bereits einige Kinder im Kinderheim körperlich behindert waren, entstand die Idee, dem Kinderheim ein kleines Therapiezentrum anzugliedern. Zur Zeit werden 52 behinderte Kinder regelmässig und kostenlos therapiert.