Die HIV/AIDS-Situation in Nepal ist nach wie vor katastrophal. Nach Veröffentlichungen der Regierung anlässlich des Welt-AIDS-Tags (Stand 1.12.04) sind 4'257 HIV/AIDS-Fälle bekannt. Nach Schätzungen der internationalen Organisationen liegt die tatsächliche Zahl bei weit über 60'000 Betroffenen.
Am 03.09.2003 erhielten die ersten 11 HIV/AIDS-infizierten Frauen bei Maiti Nepal, bei denen die medizinischen Voraussetzungen erfüllt waren, die moderne Anti-HIV/AIDS-Medikamente. Auch über ein Jahr später ist Maiti Nepal immer noch die einzige Organisation in Nepal, die kostenfrei die Medikamente an die Betroffenen verteilt.
Die Herausforderungen der Initiative Hope sind vielseitig. „Zwei Voraussetzungen müssen unbedingt erfüllt sein“ erklärt Dr. Mukta Bhattarai, die verantwortliche Ärztin von Maiti Nepal. „Zum einen muss gewährleistet sein, dass jede Patientin, die mit der Einnahme der Medikamente beginnt, die Therapie lebenslang fortsetzen kann. Wird eine Therapie abgebrochen, können die Folgen schlimmer sein, als wenn man nie mit der Therapie begonnen hätte. Die andere wichtige Voraussetzung ist, dass die Medikamente regelmäßig zu fest vorgegebenen Zeiten eingenommen werden.“ Jede Medikamenteneinnahme wird von den vier Krankenschwestern schriftlich dokumentiert und durch Dr. Mukta kontrolliert. „Am Anfang war dies sehr schwierig, doch mittlerweile haben sich die Patientinnen an die feste Routine gewöhnt. Sie wissen, dass ihnen die Medizin nur hilft, wenn sie die vorgegebenen Zeiten einhalten.“
Um der enormen Verantwortung im Hinblick auf die langfristige finanzielle Absicherung des Programms gerecht zu werden, ist die Initiative Hope zu einem Gemeinschaftsprojekt von vier internationalen Unterstützerorganisationen Maiti Nepals in England, Japan, Deutschland und der Schweiz geworden.
Die Finanzierung fliesst in folgende Bereiche:
- Laufende Kosten, wie medizinische Diagnostik und Versorgung, Dokumentation und Kommunikation sowie anteilige Personalkosten für die Ärztin und eine Krankenschwester.
- Einzahlung in den Initiative Hope Fonds zur langfristigen Absicherung des Projekts.
"Das letzte, das man verliert, ist die Hoffnung."
Viele dieser Frauen verbrachten die Hälfte ihres jungen Lebens unter menschenverachtenden Umständen. Die Initiative Hope gibt diesen Frauen neuen Lebensmut.
Als eine der verantwortlichen Unterstützerorganisation von Maiti Nepal richtet sich die Chance Swiss zur langfristigen Absicherung der Initiative Hope neben Einzelspendern vor allem auch an Firmen, die bereit und in der Lage sind, dieses Pionierprojekt zu unterstützen – diesen Mädchen und Frauen neuen Lebensmut zu geben.