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Therapiezentrum für behinderte Kinder


Im Mai 2003 hat NMG ein eigenes Therapiezentrum zur Behandlung körperlich und geistig behinderter Kinder eröffnet. Neben Khanchi und Shai, die an den Folgen von Cerebraler Parese leiden und der an Polio erkrankten Balkumari, die alle drei mit Shobha zusammen im Kinderhaus leben, werden weitere 150 behinderte Kinder kostenfrei behandelt, die aus den nahe gelegenen Armutsvierteln stammen. Für Familien, denen es nicht möglich ist, das Kind zum Therapiezentrum zu bringen – sei dies durch eingeschränkte Mobilität des Kindes oder durch starke berufliche Belastung der Eltern – machen die Therapeuten einmal die Woche Hausbesuche. Auch Kinder, welche ausserhalb Kathmandus leben, nehmen unregelmässig am Therapieprogramm teil. NMG legt besonderen Wert darauf, dass auch die Eltern bzw. die für die Erziehung zuständigen Verwandten in den Therapieprozess ihrer Kinder mit einbezogen werden, so dass sie die verschiedenen wichtigen Übungen von den Therapeuten lernen und diese zu Hause weiterführen können.

Betreuung und Unterricht im Therapiezentrum finden jeden Tag außer samstags statt. Nach der Therapie können die Kinder am Unterricht der Sozialschule von Nepal Matri Griha teil. Dieser Ansatz der integrativen Sozialschule behinderter und nichtbehinderter Kinder ist in Nepal bisher einmalig. "Alle Kinder lernen zusammen. Dies hilft ihnen, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und zu respektieren. Dies ist eine ganz wichtige Vorbereitung auf das spätere Leben" erläutert Shobha Rai. "Kein Kind auf dieser Welt sollte wegen seiner Behinderung ausgestoßen werden. Jede Trennung würde zu weiteren Vorurteilen und damit zu einem falschen Bild und Umgang mit Behinderten führen."

Die Ziele, die mit Hilfe des Therapiezentrums erreicht werden wollen, sind u.a.:

  • Durch mentales und physiologisches Training den behinderten Kindern zu ermöglichen, ein einigermaßen normales Leben führen zu können.
  • Individuelle Betreuung und liebevolle Fürsorge jedes einzelnen Kindes
  • Aktiver Einbezug der Eltern und nahen Verwandten in den Therapieprozess
  • Unterstützung des unmittelbaren sozialen Umfelds des Kindes (Familie, Nachbarn etc.) zu einem integrativen und respektvollen Umgang mit behinderten Menschen.