|
Diese grausamen Tatsachen sind die Motivation für die Arbeit der Rescue Foundation. Als eine von wenigen Organisationen in Indien führt die Rescue Foundation detailliert recherchierte und eigenständig vorbereitete Rettungseinsätze in Zusammenarbeit mit der Polizei durch. Nach dem Tod ihres Gründers, Balkrishna Acharya, wird die Organisation von seiner Frau, Triveni Acharya, geleitet. Die Rescue Foundation hat durch ihre spektakulären Rettungseinsätze bereits hunderte von Mädchen befreit.
Die befreiten Mädchen verbringen im Schnitt zwischen drei und sechs Monate in den Rescue Centers in Mumbai oder Pune. So lange dauert meist die Vorbereitung ihrer Rückführung zu ihren Familien oder falls dies nicht möglich ist zu Partnerorganisationen in ihren Herkunftsgebieten. Während ihres Aufenthalts im Rettungs- und Schutzzentrum werden die befreiten Mädchen und Frauen medizinisch versorgt, psychologisch betreut und können an verschiedenen Ausbildungsprogrammen teilnehmen. Alle Mädchen, die gerne Lesen und Schreiben lernen möchten, werden unterrichtet.
Für junge Frauen, die nicht in ihr Heimatland zurückkehren können, betreibt die Rescue Foundation in Lalonde, 90 Kilometer nördlich von Mumbai, ein Schutzzentrum, in dem die Frauen längerfristig wohnen können.
Ziele und Visionen: - Die Rotlichtviertel in Mumbai, Puna und Surat sollen weitgehend frei von minderjährigen Mädchen sein. Diesem Ziel kommt die Rescue Foundation mit gezielten Aufklärungskampagnen und verstärkten Rettungsaktionen jeden Tag ein Stück näher.
- Opfer in der Zwangsprostitution sollen so früh wie möglich aus den Bordellen befreit werden. Je länger eine junge Frau in der Gefangenschaft verbringt, desto mehr wird das Vertrauen und jeglicher Wille zu fliehen gebrochen.
- Durch Informationskampagnen in verschiedenen Kreisen wie lokalen Behörden, Polizei und auf Regierungsebene soll die Thematik des Menschenhandels und Zwangsprostitution verstärkt aufgegriffen und behandelt werden.
| |